Ministerpräsident Tillich und Mitglieder der Staatsregierung rufen zum friedlichen Gedenken am 13. und 18. Februar in Dresden auf
von: Pressestelle CDU Sachsen Freitag, den 10. Februar 2012 um 12:20 Uhr
Am Rande ihrer Haushalts-Eckwerteklausur in Radebeul riefen Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seine Kabinettskollegen zum friedlichen Gedenken am 13. Februar in Dresden auf.
Der Landesvorsitzende der Sächsischen Union, Ministerpräsident Stanislaw Tillich: „Am 13. Februar gedenken die Bürger Dresdens der Zerstörung ihrer Stadt. Sie trauern um den Verlust ihrer Freunde und Angehörigen. Meine Kabinettskollegen und ich rufen deshalb alle Dresdnerinnen und Dresdner, Gäste und Besucher zum mahnenden Gedenken und zugleich zum friedlichem Protest gegen den Missbrauch des 13. Februar durch Rechtsextremisten auf.
Dresden und Sachsen sind kein Aufmarschplatz für Ideologen und rechtes Gedankengut. Am 13. Februar zeigen wir der Welt, wie friedliche Demokraten diesem Spuk Einhalt gebieten. Ich wünsche mir, dass sich viele Menschen an den zahlreichen Mahnwachen und der Menschenkette in der Stadt beteiligen und damit wieder ein Zeichen setzen im Sinne des jiddischen Sprichworts ‚das Herz ist ein halber Prophet'."
Innenminister Markus Ulbig (CDU): „Es ist in diesem Jahr wichtiger denn je, die Tage des Gedenkens rund um den 13. Februar nicht von Extremisten missbrauchen zu lassen. Wir alle stehen noch immer unter dem Eindruck des braunen Terrors. Die Mörder des NSU handelten im Namen einer menschenverachtenden Ideologie. Auch die Nazi-Aufmärsche in Dresden werden von dieser Ideologie getragen. Wichtig ist, dass wir an diesem Tag als Demokraten Seite an Seite stehen und uns nicht durch parteipolitisches Klein-Klein spalten."
An den zahlreichen Veranstaltungen am 13. Februar 2012 in Dresden werden sich auch die Mitglieder der Sächsischen Staatsregierung beteiligen.
Treffpunkt für die Menschenkette am 13. Februar durch Dresden unter dem Motto „Mut Respekt und Toleranz - Dresden bekennt Farbe" ist um 17 Uhr am Rathaus, Dr.-Külz-Ring 19. Schließen der Kette gegen 18 Uhr. Ende gegen 18.15 Uhr.
Im Anschluss an die Menschenkette lädt die Jüdische Gemeinde zu Dresden zu Kaffee und Tee ins Gemeindezentrum am Hasenberg ein. Es besteht die Möglichkeit, im Großen Saal den kurzen Originalfilm über die Sprengung der Ruine der Semperschen Synagoge im November 1938 zu sehen.
Außerdem findet am 18. Februar eine gemeinsame Kundgebung „Mit Mut, Respekt und Toleranz - Dresden bekennt Farbe" um 13 Uhr auf dem Schlossplatz statt. Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, Helma Orosz (CDU) lädt gemeinsam mit den Fraktionen des Stadtrates, Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur, Sport, Gewerkschaften und Kirchen, mit der Jüdischen Gemeinde und zivilgesellschaftlichen Akteuren alle Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen kraftvollen Handeln am 13. und 18. Februar ein.
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