Archiv
Rückblick 2. InternetNight am 30. Januar 2006
Bei der zweiten Auflage des offenen Forums für Informationstechnologien und Neue Medien in Sachsen trafen sich auf dem Dresdner Flughafen Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, um sich über die neusten Trends in diesem Bereich auszutauschen.
Georg Milbradt, Vorsitzender der Sächsischen Union, sprach in seiner Einführungsrede vom Fortschritt im Bereich der Datentechnologie, der unsere Gesellschaft spürbar zusammenrücken lässt. "Komplexe Vorgänge im täglichen Leben werden dank vielfältiger Informations- und Kommunikationsmedien für den Einzelnen beherrschbar." Das Internet - ein Thema das jeden betrifft.
Wie so etwas genau aussieht, konnte man bei den zahlreichen Ausstellern auf der Galerieebene des Flughafen Dresden Terminals sowie in den sechs Workshops erleben. Diese boten den Gästen der InternetNight die Möglichkeit, mit Fachleuten über aktuelle Themen rund um das Internet zu diskutieren.
In Workshop 1 wurden Ziele und Möglichkeiten einer papierlosen Verwaltung erörtert. Die Entwicklung ist in Sachsen auf einem guten Weg! Mit www.amt24.sachsen.de wurde ein funktionierendes Portal geschaffen auf dem es sich aufbauen lässt. Sachsen Verwaltung wird effektiver und für den Bürger transparenter.
Im zweiten Workshop ging es um die Symbiose von Politik und Wirtschaft. Die Verzahnung von "Silicon Saxony" und Politik, so die Referenten, wird auch in Zukunft von immenser Wichtigkeit für den Standort Sachsen sein.
Im Workshop 3 wurde gezeigt, wie Geodaten zum Wirtschaftsmotor werden können. Die Erschließung des enormen ökonomischen Potentials "hinter den Geodaten" verläuft insbesondere in Europa bislang noch schleppend. Der Workshop führte die Diskussion zu Rahmenbedingungen, die eine Geo(daten)Politik schaffen kann, damit öffentliche Stellen - als Eigentümer des weitaus größten Datenschatzes - künftig diese Entwicklung verstärken können.
Die Gesundheitskarte kommt! - in der Modellregion Löbau-Zittau wird sie bereits getestet. Nun ist das Wort "eHealth" nicht mehr nur leere Worthülse, sondern konkret. Im Workshop 4 wurde über dieses Thema umfassend informiert.
Ein besonders spannendes Thema behandelte Workshop 5: Grassroot-Journalismus - Informationen und Nachrichten gelangen ohne Vermittlung vom Sender zum Empfänger. Beispiele für Grassroot-Journalismus sind das Newsportal Wikipedia oder diverse News Blogs. Ist dies das Ende der klassischen Tageszeitung? An diesem Abend konnte die Frage nicht abschließend beantwortet werden. Wir dürfen uns auf weitere intensive Diskussionen zum Thema Grassroot freuen.
Im CDU-internen Workshop 6 diskutierten die Teilnehmer über die Frage, wie wichtig die Neuen Medien für die Pressearbeit sind. Einstimmiges Urteil der Referenten - Neue Medien erleichtern die Pressearbeit und bieten schnellere Wege zur internen, wie externen Kommunikation, aber gutgemachte klassische Öffentlichkeitsarbeit bleibt der Schlüssel zum Erfolg.
Ein weiterer Höhepunkt des Abend war sicherlich die Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten Estlands Mart Laar. Er sprach über seine Erfahrungen bei der Einführung der papierlosen Verwaltung in Estland - das erste Land der Welt, welches die papierlose Verwaltung überhaupt einführte. Eine digitale Verwaltung ist effektiv, transparent und ökologisch sinnvoll. Aufgrund dieser Erfahrungen bestärkte er die Sachsen den beschrittenen Pfad zur digitalen Verwaltung konsequent weiterzubestreiten.
So gab es viel Gesprächsstoff für die knapp 600 Besucher und Aussteller. Bei Cocktails und entspannter Musik wurde bis spät in die Nacht diskutiert, Kontakte geknüpft und die eine oder andere neue Idee geboren.
Die Internetnight der Sächsischen Union untermauert ihren Ruf als moderne Partei und richtet eines der wichtigsten Foren in Sachsen im Bereich der Neuen Medien aus.
Weitere Informationen finden Sie hier.
