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Familienpolitik ist Gesellschaftspolitik (14.06.2006)

Das Fundament unserer Gesellschaft: Familie


I. Bekenntnis zur Familie

Deutschland hat zu wenig Kinder. Dies soll sich ändern. Die Christlich Demokratische Union ist eine Partei mit klarem Wertebekenntnis zugunsten der Familie. Die Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates, familiäre Bindungen und Beziehungen sind besonders zu fördern. Wir fordern die konsequente Umsetzung des Verfassungsauftrags zur besonderen Förderung von Ehe und Familie. Die CDU hält daran fest, daß für die Zukunft unseres Gemeinwesens als ganzes wie für die demographische Erholung unseres Volkes ein möglichst hoher Anteil an klassischen - auf der Ehe zwischen Frau und Mann beruhenden Familien - erstrebenswert ist. Die Stabilisierung unserer Bevölkerungsentwicklung wird nur möglich sein, wenn es gelingt, die Anzahl der Familien zu erhöhen sowie deren Ansehen zu heben.

 

II. Bestandsaufnahme

Bis 1971 konnte der Bestand der Bevölkerung gehalten werden, seitdem gleichen die Geburten die Sterberate nicht mehr aus. Die Folgen der Kinderlosigkeit sind längst nicht mehr zu übersehen. Pro Frau werden statistisch nur 1,3 Kinder geboren. Zur Erhaltung der Bevölkerung sind 2,1 Kinder pro Frau notwendig. Die CDU will die Bevölkerung stabil halten. Ein Staat, der sich nicht um ausreichend Kinder bemüht und das ungeborene Leben nicht wirkungsvoll schützt, zerstört seine eigene Grundlage. Offenbar sind die staatlichen und gesellschaftlichen Anreize bislang falsch gewählt worden, die Geburtenzahl sinkt konstant. In einer solidarischen Gesellschaft müssen Nutzen und Lasten familienfreundlich verteilt sein.

 

III. Neue Wege

Familienpolitik ist kein Unterfall der Sozialpolitik! Familienpolitik ist eine übergreifende Angelegenheit mit direkten Auswirkungen auf jeden Bereich von Politik und Gesellschaft. Die Zukunft unseres Landes hängt von Familien und Kindern ab. Erfolgreiche Familienpolitik muß Wunsch nach und die Bereitschaft für Kinder in Einklang bringen. Eine zukunftsichernde Familienpolitik gibt sich nicht mit der Ein-Kind-Familie zufrieden, sondern fördert Mehr-Kind-Familien. Familien brauchen Anerkennung. Ökonomische Maßnahmen allein sind nicht ausreichend. Eltern brauchen das Gefühl, geachtet zu werden.

Wer Kinder zu verantwortlichen Bürgern und anständigen Mitmenschen erzogen hat, darf stolz sein und muß dies auch erfahren. Wer Kinder erzieht, muß in der Renten- und Sozialversicherung besser gestellt werden als der, der kinderlos bleibt. Geleistete Erziehungsarbeit soll als vollwertige Arbeit anerkannt werden.

 



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